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Philippinen - Tagebuch 2007/08

Das einzige Tagebuch, das ich jemals geführt habe.
Inhalt sind die Erlebnisse aus dem halben Jahr, welches ich 2007/2008 als Student in Manila auf den Philippinen verbracht habe.

Cellphone confusion

29.01.2008
Da wollte ich heute früh eine SMS schreiben. Kommt doch glatt eine Fehlermeldung. Auch nach mehrmaligen Versuchen geht nichts.
Schließlich rufe ich meinen Load (das Guthaben) ab ... 0 Peso. Was??? Gestern waren doch noch über 50 drauf!!!
Grübel, grübel und studier ... verdammt, der Load verfällt nach 60 Tagen.
Nun denn, guten Mutes kauft man sich auf dem Weg zur Uni eine 300 Peso Wertkarte. Im Department angekommen hat man noch ein wenig Zeit, daher lädt man sein Guthaben auf, um endlich seine Nachricht zu senden ... Fehlermeldung. Load? 0 Peso.
Grrr ... die Computerstimme am anderen Ende der Leitung hatte doch bestätigt, dass die Wertkarte gültig war.
Vielleicht arbeiten auf den Philippinen sogar die Computer langsam, warten wir einmal ab.

Am Ende der Vorlesung ist immer noch kein Load da. Ein anderer Student meint, sich erinnern zu können, dass man in diesem Fall e-Load bräuchte.
Ja, das sagt mir was.

Einschub: E-Load
E-Load ist neben den 1-Peso-SMS der Grund, weshalb Wertkartenhandys auf den Philippinen so boomen. Privatpersonen können sich nämlich bei der Telefongesellschaft anmelden, um anderen Personen über ihr eigenes Handy Load zu schicken. Der Kunde zahlt beim Verkäufer in bar, dieser rechnet mit dem Handybetreiber gesondert ab und bekommt für jede Transaktion ein paar Peso. Ein kleiner Nebenverdienst, der so beliebt ist, dass man mittlerweile in beinahe jedem Geschäft e-Load bekommt. Selbst in einem Sari-Sari-Store am Ende der Philippinen. Und in Manila sowieso.
So kauft man sich also auf dem Rückweg von der Uni, mittlerweile ist es Abend geworden, e-Load für 115 Peso. Endlich kann man seine SMS verschicken!

Schließlich kommt noch eine SMS vom Netzbetreiber: Your e-Load ist valid until 02/10/2008 . Sprich: 12 Tage.
Somit sollte man noch 114 Nachrichten verschicken, bevor das Guthaben verfällt.
Ganz philippinisch eben.

Und die Wertkarte? Die ist in 11 Tagen hoffentlich immer noch gültig.

Prüfungen

27.01.2008
Liebstes, da einzigstes aller Tagebücher!
Vernachlässligt habe ich dich letzte Woche, aber es hat einfach nichts zu berichten gegeben.
Diese Woche stehen am Mittwoch in "Computer Networks" und am Samstag in "Database Systems" (grummel ... am Wochenende) Prüfungen an. Vor allem die Samstags-Prüfung dürfte nicht so leicht werden, weshalb ich schon fleißig am lernen bin. Zumindest einigermaßen fleißig, wenn ich gerade nichts anderes mache.

Das Wetter ist derzeit richtig angenehm, knappe 25 Grad untertags sind noch nicht so heiß, dass man sofort zum schwitzen beginnt, wenn man auf die Straße geht. Nur ich in meinem Loch (respektive Appartement) bekomme davon nichts mit, weil die Luft in dem kleinen Innenhof immer gleich beschissen warm und stickig ist. Entschuldige dies schlimme Wort, oh diary, aber wie soll man diesen Zustand sonst beschreiben?

Anilao

22.01.2008
Dieses Wochenende bin ich zusammen mit ein paar französischen Austauschstudenten nach Anilao gefahren.

Anilao liegt auf einer kleinen Halbinsel im Süden von Manila, die Fahrzeit mit Bus und Jeepney beträgt insegesamt etwa 4 Stunden. In den letzten Jahren hat sich dieser Ort als beliebtes Tourismusziel für überwiegend philippinische Kurz-Urlauber aus Manila etabliert.
Wir wohnen im Jay-Em-Es Resort, dem billigsten Beach-Resort in der Gegend. Die Zimmer kosten 800 PHP pro Nacht, aber da WC und Duschen separat sind und wir insgesamt 4 der 5 Zimmer belegen, können wir den Preis auf 700 PHP drücken. Der Zustand der Anlage ist mäßig, doch die Verwalterin, eine ganz liebe Filipina, ist redlich bemüht, alles möglichst schön und gut instand zu halten, zudem kocht sie uns täglich für wenig Geld ausgesprochen gute Mahlzeiten.

Nachdem sich die Franzosen an beiden Abenden auf das Schlimmste besaufen, sich wie die ersten Menschen benehmen, die ganze Nacht lärmen und bis am Nachmittag schlafen beschließe ich, untertags selbst ein bisschen etwas zu unternehmen. Mein Tauch-Zeug habe ich nicht mit, darum sehe ich mir die Halbinsel ein bisschen genuer an. Die Küste ist komplett verbaut, hinter den Dörfern finden sich bewaldete Hügel.
Auf einen solche Hügel müchte ich hinauf, doch der Weg entpuppt sich als Erlebnispfad, den schon lange keiner mehr gegangen ist. Die meiste Zeit klettere ich über mehr oder weniger große Felsbrocken oder suche mir einen Weg durchs Gestrüpp. Irgendwann bin ich oben, Ausblick hat man ob der Dichte des Regenwaldes keinen, dafür sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein paar Affen in freier Wildbahn, die in einer Baumkrone herumturnen. Als sie mich sehen, verschwinden sie schleunigst, Foto ist mir in der kurzen Zeit leider keines gelungen.

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote:
In Anilao ist am Sonntag eine Fiesta gefeiert worden, dazu werden den ganzen Tag Büller und Feuerweksraketen (die eigentlich nur knallen) geschossen.
Einer der Franzosen war davon so fasziniert, dass er selbst für 250 PHP Feuerwerk eingekauft hat, unter anderem ein "very special"-Ding, dass der Verkäufer extra aus irgendeinem Versteck hervorgeholt hat. Dieses Ding war ein etwa 10 Zentimeter großer Kegel mit einer recht langen Zündschnur (ungefähr 15 Zentimeter).
Wir beschließen, es am Strand zu zünden, stehen etwa 10 Meter entfernt und warten, bis die Zundschnur ebdlich abgebrannt ist. Dann ein paar Sekunden gespannte Stille, auf einmal macht es einen Tuscher, der wahrscheinlich noch in Batangas zu hören war und uns bläst die Druckwelle eine Menge Sand um die Ohren.
-> Also, liebe Kinder: Feuerwekt ist schon bei uns kein Spielzeug, aber auf den Philippinen ist wirklich Schluss mit lustig!
Strand von Anilao
Strand von Anilao
Blick über Anilao
Blick über Anilao
Jay Em Es Resort, Anilao
Jay Em Es Resort, Anilao
Jay Em Es Resort, Anilao
Jay Em Es Resort, Anilao
Abend in Anilao
Abend in Anilao
Regenwald in Anilao/Mabini
Regenwald in Anilao/Ma...
Irgendwo in Anilao
Irgendwo in Anilao
Regenwald in Anilao/Mabini
Regenwald in Anilao/Ma...
Strand von Anilao
Strand von Anilao

Uni-Anekdote

18.01.2008
Heute ist auf der Uni wieder ein Kurs entfallen ... aber das wäre nichts neues. Habe noch keine Woche erlebt, in der nichts entfallen wäre - das, obwohl ich nur 3 Kurse belege, die jeweils 2 Mal pro Woche stattfinden.

Dafür hat der 2. Kurs des Tages stattgefunden. Da habe ich zum ersten Mal einen Philippiner mit richtig trockenem Humor erlebt:
Zuerst kommt der Professor, will den Semiarraum aufsperren und merkt, dass keiner seiner Schlüssel passt. Mit den Worten "Wrong keys" dreht er sich um und verschwindet in Richtung seines Büros. Da meint ein anderer Student vollkommen ernst, ohne eine Miene zu verziehen: "No keys, no class".
So eine Aussage hätte ich hier von keinem erwartet, aber man lässt sich ja immer wieder überraschen.
Kurios war, dass der Professor seine richtigen Schlüssel nicht gefunden hat und wir dann nur durch Zufall einen anderen nicht versperrten Semiarraum ausweichen haben können. Es hätte wahrscheinlich eine Ewigkeit gedauert, jemanden mit einem passenden Schlüssel aufzutreiben ... man ist ja auf den Philippinen.
Alltägliche Gefahren in der UP
Alltägliche Gefahren i...

Antipolo

12.01.2008
[img]antipolo.jpg[/img]Ich war heute in Antipolo, einer Stadt, die im Osten von Manila auf einer kleinen Hügelkette liegt.
Den ganzen Tag hat es geregnet, was aber auch seine Vorteile hat. Erstens wird der Dreck aus der Luft weggespült und andererseits läuft man nicht in der prallen Sonne herum.
Sehr weit ist es nicht, die Fahrt mit dem Jeepney dauert etwas mehr als eine halbe Stunde und kostet 22 Peso (36 Euro-Cent).
Durch die Nähe zu Manila zählt Antipolo heute zu einer der am schnellsten wachsenden Städten der Philippinen, heute leben im Großraum dort bereits mehr als 400 000 Leute.
Für Touristen bietet sich hier wenig. Im Stadtkern gibt es eine schöne Kirche, einen Markt und eine Reihe von Geschäften und Lokalen. Nichts außergewöhnliches. Die Gegend um den Statdkern ist mehr oder weniger komplett besiedelt, teil mit ländlichem, teils mit städtischem Flair. Irgendwelche Formen von Natur oder Landwirtschaft sucht man vergeblich.
Wie ich angekommen bin, war gerade Gottesdienst in der Kirche. Sehr interessant und beinahe so, wie bei uns. Nur verstanden habe ich nichts, denn auch in der Kirche wird Tagalog gesprochen.
Angeblich gibt es hier irgendwo einen Aussichtsounkt, von dem man freien Blick auf Manila hat. Ich habe ihn aber nicht gefunden. Hätte ohnehin nicht viel Sinn gehabt, denn bei dem Regen hätte ich kaum die paar Kilometer bis nach Manila gesehen.
Kirche im Zentrum von Antipolo
Kirche im Zentrum von ...
Gottesdienst in der Kirche in Antipolo
Gottesdienst in der Ki...
Interessanter Name für einen Stadt-Teil von A
Interessanter Name für...
"The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints"
"The Church of Jesus C...
Irgendwo in Antipolo
Irgendwo in Antipolo
Karte von Antipolo
Karte von Antipolo

Das war der Weihnachtsurlaub

04.01.2008
Ich wünsche allen Lesern ein schönes neues Jahr!

Ich war in den Weihnachtsferien auf Negros, einer Insel im Süden der Philippinen.
Entspannen, tauchen und viel Natur war angesagt.
Genauer gesagt war ich an der Südspitze in Antulang, etwa eine Autostunde von Dumaguete entfernt, im kleinen Resort "Dive Philippinen" .

Das Wetter war die meiste Zeit schön, an manchen Tagen war überhaupt kein Wind und das Meer spiegelglatt.

Tauchen ist wie erwartet toll und seit dem Martin, der Resort-Besitzer, den Riffteil vor dem Resort durch Bojen und Leinen für Fischerboote unpassierbar gemacht hat, wächst der Korallen- und Fischbestand immer weiter.
Fischen an der Küste ist in den Philippinen zwar verboten, aber wenn in einem Dorf alle miteinander verwandt sind, gibt es weder Kläger noch Richter.

Mit ein paar anderen Touristen habe ich einmal eine Wanderung auf den Mount Talinis (ein Berg hinter Negros, der ca 1900 Meter hoch ist) gemacht.
Bis auf den Gipfel, der stets in dichtem Nebel eingehüllt ist, haben wir es nicht geschaft dazu hat die Zeit gefehlt. Aber wir waren schon recht weit oben und längst im Nebel verschwunden. Angenehm kühl war es da, denn die Sonne kommt durch die dicken Wolken nicht durch.
Die Ziege fühlt sich wohl, das kann ich versi
Die Ziege fühlt sich w...
Ein Unwetter naht
Ein Unwetter naht
Das Meer bei Windstille
Das Meer bei Windstille
Dive Philippinen
Dive Philippinen
Strand bei Ebbe
Strand bei Ebbe
Apo Island
Apo Island
Am Fuß des Mount Talinis
Am Fuß des Mount Talinis
Am Mount Talinis
Am Mount Talinis

Unterwasser-Fotos

03.01.2008
Die Unterwasser-Fotos von meinem Weihanchtsurlaub:
Koralle
Koralle
Geistermuräne
Geistermuräne
Wenn Fischer ankern ...
Wenn Fischer ankern ...
Weißrücken-Anemonenfisch
Weißrücken-Anemonenfisch
Muschel
Muschel
Anglerfisch
Anglerfisch
Fächerkoralle
Fächerkoralle
Anglerfisch
Anglerfisch
Fangschreckenkrebs
Fangschreckenkrebs
Tischkoralle
Tischkoralle
Unterwasserlandschaft
Unterwasserlandschaft
Blaupunkt-Stachelrochen
Blaupunkt-Stachelrochen
Kofferfisch
Kofferfisch
Kugelfisch
Kugelfisch
Clownfische
Clownfische
Anemonenfische
Anemonenfische
Fledermausfisch
Fledermausfisch
Tischkoralle
Tischkoralle
Röhrenwurm
Röhrenwurm
Kofferfisch
Kofferfisch
Krabbe
Krabbe