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Kroatien 2005 - Mali Losinj
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Kroatien 2005 - Mali Losinj

20.08.2005
Lage und Anreise:
Autobahn über Slowenien nach Rijeka, weiter auf einer Art Bundesstraße über die Brücke nach Krk, von dort mit der Fähre weiter nach Süden auf die Insel Cres. Die Straßen auf Cres sind in sehr schlechtem Zustand, teilweise fallen links davon die Klippen ins Meer ab, Bankett oder Leitschiene gibt es nicht. Die Insel Losinj schließt direkt an Cres an, dazwischen gibt es eine kleine, mehrere Meter lange Brücke. Im Süden von Losinj liegt in einer Bucht die Hauptstadt Mali Losinj, eine nette Kleinstadt, die fast ausschließlich auf Tourismus ausgerichtet ist.
Die Anreisezeit mit dem Auto sollte allerdings nicht unterschätzt werden (so wie wir es gemacht haben), mit 6 Stunden Netto-Fahrzeit von Wien weg ist in jedem Fall zu rechnen, zusätzlich noch Warte- und Transportzeit bei der Fähre sowie gelegentliche Pausen.

Der Urlaub:
Wir sind Ende August für eine Woche dort.
Das Wetter ist, so wie schon den ganzen Sommer in Mitteleuropa, mäßig. Meistens leicht bewölkt und windig, 20-25 Grad Lufttemperatur, in der Sonne etwas wärmer. Zumindest regnet es nur an einem Tag, es lässt sich also ganz gut aushalten.

Das Tauchen:
Es handelt sich um meinen ersten Tauchurlaub, ich habe gerade erst die Grundausbildung im Wien im Stadthallenbad und im Neufelder-See absolviert.
Wir tauchen mit der Tauchbasis "AquanautAdria, unser Diveguide ist Gabor, der Besitzer höchstpersönlich.
Ich besitze noch keine Tauchausrüstung, muss mir also alles ausborgen. Die Leihausrüstung ist alt und schlecht gewartet, die Anzüge sind etwas zerschlissen (das merkt man spätestens, wenn das kalte Wasser durch die Löcher fließt), die Regler sind leicht undicht (ist egal, meint Gabor). Tauchcomputer gibt es entgegen Zusagen keine zum Ausleihen, selbst Gabor hat keinen, ich habe auf meiner Konsole nicht einmal einen Tiefenmesser. So tauche ich eben den anderen nach.
Gabor langweilt sich unter Wasser und möchte weiterschwimmen, mein Vater will fotografieren und braucht dazu Zeit. Gabor spielt den Beleidigten, er möchte uns ja so viel zeigen und wir interessieren uns nicht dafür. Er versteht eben nicht, daß man Zeit braucht, um die interessanten Dinge zu entdecken.
Seegurken und Seesterne liegen massenweise am Grund herum, sonst gibt es Felsen, Seegras und die üblichen Fischschwärme zu sehen. Nicht zu vergessen sind auch die Gewächse/Schwämme in den Felsspalten, von denen sich ganz nette Makroaufnahmen machen lassen (natürlich mit Blitz oder entsprechender Beleuchtung).
Bei Tauchgängen, bei denen wir uns nicht an Gabor anhängen sondern alleine tauchen, entdecken wir dann doch 2 Oktopusse und einen Drachenkopffisch.
Die Tauchverhältnisse sind ganz in Ordnung, die Wassertemperatur beträgt 21 Grad an der Oberfläche, sinkt aber in der Tiefe rapide auf 16-18 Grad ab, Sichtverhältnisse sind in Ordnung, Strömungen herrschen an unseren Tauchplätzen praktisch keine.

Alles in allem also ein netter Urlaub zum Einstieg ins Tauchen, mehr aber auch nicht.